Gehhilfen unterstützen Menschen mit eingeschränkter Mobilität dabei, sicherer und selbstständiger zu gehen. Doch Gehhilfe ist nicht gleich Gehhilfe – je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Modelle.
Welche Gehhilfen gibt es?
1. Gehstock
Der klassische Gehstock eignet sich bei leichten Gleichgewichtsproblemen oder zur Entlastung eines Beines.
- Einfach, leicht und günstig
- Faltbar oder höhenverstellbar
- Auch als Vierfuß-Gehstock erhältlich
2. Unterarmgehstützen (Krücken)
Diese Gehhilfen werden häufig nach Operationen oder bei temporären Verletzungen eingesetzt.
- Hohe Stabilität
- Erfordern Kraft in Armen und Schultern
- Meist nur für kürzere Zeit geeignet
3. Gehbock / Gehgestell
Ein Gehbock bietet sehr viel Halt und wird oft in der Rehabilitation oder bei starker Unsicherheit eingesetzt.
- Sehr stabil
- Für den Innenbereich geeignet
- Mit oder ohne Rollen
4. Rollator
Der Rollator ist die bekannteste Gehhilfe für Senioren und Menschen mit chronischen Gehproblemen.
- Vier Räder mit Bremsen
- Sitzfläche und Einkaufskorb
- Modelle für Innen-, Aussen- oder Kombinutzung
5. Gehwagen (Therapie-Gehhilfe)
Gehwagen werden vor allem in der Therapie oder Pflege eingesetzt und bieten maximale Unterstützung.
- Sehr hohe Sicherheit
- Teilweise höhen- und breitenverstellbar
- Meist für betreutes Gehen
Welche Gehhilfe ist die richtige?
Die Wahl der passenden Gehhilfe hängt ab von:
- Grad der Mobilitätseinschränkung
- Gleichgewicht und Kraft
- Innen- oder Aussennutzung
- Temporärer oder dauerhafter Bedarf
Tipp aus der Praxis
Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Beratung durch Fachpersonen wie Physiotherapeuten, Sanitätshäuser oder Pflegedienste. Oft kann eine falsche Gehhilfe mehr schaden als nützen.
Gehhilfen reichen vom einfachen Gehstock bis zum stabilen Gehwagen. Wer das passende Modell wählt, gewinnt Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alltag.
